Konstruktive Bestandteile des Fassadensystems VHF

System VHF

Der typische Aufbau des Fassadensystems ist im Bild dargestellt.

  1. Wandhalter
  2. Verbindungsmittel
  3. Fassadendübel
  4. Vertikale Profile
  5. Wärmedämmung
  6. Hinterlüftung
  7. Befestigungselemente der Fassadenbekleidung (Niete, Keramikklammern, Polymerkleber usw.)
  8. Fassadenbekleidungstafel (Keramik, Metall, Faserzement, Verbundwerkstoffe usw.)

Verankerung

Für die Verankerung von VHF an der tragenden Gebäudeaußenwand müssen bauaufsichtlich zugelassene Fassadendübel verwendet werden. Je nach Material der Gebäudeaußenwand und vorhandener Belastung wird projektbezogen das optimale Verankerungsmittel ausgewählt. In der Regel werden für VHF Kunststoffdübel mit verzinkter Schraube eingesetzt. Allgemein unterscheidet man folgende Verankerungsarten:

Dämmstoffe

Eignung:

Für die Dämmung von VHF dürfen nur Mineralwolledämmstoffe verwendet werden, welche entsprechend DIN 18516 nicht brennbar sind und eine streng begrenzte Wasseraufnahmefähigkeit einhalten. Die in Mitteleuropa gebräuchlichen Dämmstoffdicken liegen zwischen 120 - 240 Millimetern, bei erhöhten Wärmeschutzanforderungen auch darüber.

Verlegung:

Die trocken gelagerten Dämmstoffe werden einlagig im Verband auf der tragenden Wand verlegt. Die Dämmplatten sind so anzubringen, dass sich keine Hohlräume zwischen Untergrund und Dämmschicht bilden und somit ein Hinterströmen durch kalte Außenluft ausgeschlossen werden kann. Die Fugen zwischen den Dämmstoffplatten sind dicht zu stoßen. Anschlüsse an die Unterkonstruktion wie zum Beispiel Wandhalter sind lückenlos auszuführen. Die Vlieskaschierung muss grundsätzlich nach außen zeigen.

Befestigung:

Mineralwolledämmplatten werden grundsätzlich mechanisch fixiert. Die Befestigung erfolgt mit Dämmstoffhaltern, welche über eine Einschlagbegrenzung verfügen, damit die volle Dämmstoffdicke an der Befestigungsstelle erhalten bleibt.

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion überträgt die Eigenlasten der Außenbekleidung und die angreifenden Windlasten auf die raumabschließende Außenwand. In der Regel werden Metallunterkonstruktionen verwendet, welche den Ausgleich der Rohbautoleranzen ermöglichen. Meist besteht das System aus einer zweiteiligen Konstruktion, welche auf der Gebäudeaußenwand mithilfe von Dübeln befestigt wird. Diese Grundkonstruktion wird lotrecht und fluchtgerecht ausgerichtet und dient als Befestigungsebene für die Montage unterschiedlicher Fassadenbekleidungsmaterialien.

Das Unterkonstruktionssystem muss so ausgebildet werden, dass Längenänderungen der verwendeten Materialen infolge Temperaturveränderungen spannungsfrei erfolgen können. So ist zum Beispiel bei der Verwendung von Aluminiumprofilen mit einer Länge von circa drei Millimetern eine Längenänderung von etwa fünf Millimetern zu berücksichtigen (Temperaturbereich -20 bis 80 Grad Celsius).

Oft werden dafür sogenannte Fest-/Gleitpunktkonstruktionen verwendet.

Der verwendete Wandhalter wirkt dabei:

  • als Festpunkt bei Verschraubung der Profile im Rundloch – Profil ist fixiert, Eigengewichte und Windlasten werden übertragen;
  • als Gleitpunkt bei Verschraubung der Profile im Langloch – Profil gleitet in den Langlöchern, nur Windlasten werden übertragen.
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